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Sich
dem Musikmachen aus dieser inneren Präsenz anzunähern,
ist ein lebenslanger Prozess.
Unsere Konzerte berühren mit den naturnahen Klängen
unserer obertonreichen, zum Teil rau und windig klingenden
Instrumente in vielerlei Hinsicht. Sie fordern unter
Umständen auch dazu auf, Klangerwartungen und Hörgewohnheiten
zu verändern.
In den Improvisationen, die in die Klangräume traditioneller
türkischer Skalen (Makam) entführen, machen
wir uns deren individuelle Stimmungen zueigen - im steten
sich suchenden Annähern und wieder Verlieren der
improvisierten Melodiestränge. Diese Form der Gleichzeitigkeit,
in der zwei oder drei solistische Melodieinstrumente
oder Stimmen in einer Makamimprovisation erklingen,
ist eine persönliche Weiterentwicklung der traditionellen
Form und erfordert eine besonders hohe Achtsamkeit gegenüber
dem Austausch mit den musikalischen PartnerInnen verbunden
mit einer ebenso hohen Konzentration auf das eigene
innere Empfangen. In aller Bescheidenheit und Achtung
suchen wir uns dem anzunähern, was in der Sufitradition
als höchste Stufe der Musik "Nahrung der Seele"
(Giza-i Ruh) genannt wird.
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